Die ersten Schritte ins Personal Branding

Wie finde ich meine Stimme auf Social Media?

Wer auf Social Media, zum Beispiel auf LinkedIn oder Instagram, sichtbar werden möchte, muss wissen, womit er sichtbar werden möchte. Und schon sind wir damit im Bereich des Personal Brandings und fragen uns: wie geht das? Wie finde ich heraus, was mein Thema ist, wofür ich als Expertin wahrgenommen werden möchte? Kurzum: wie sehen meine ersten Schritte ins Personal Branding aus?

Auf diese Frage gibt es eine verblüffend einfache Antwort, doch fangen wir vorne an.

Was ist Personal Branding und für wen ist es wichtig?

Personal Branding bedeutet, sich selbst als eine Art Marke zu positionieren. Dass klingt erstmal komisch, kann aber gerade für die Branche Marketing und Medien sehr sinnvoll sein. Denn wir sind in einer Branche, die wie kaum eine andere von Beziehungen, dem richtigen Netzwerk und gelungener Kommunikation lebt. Und gelungen kommunizieren kann der, der weiß wofür er steht. Mit welcher Stimme er spricht.

Der seine Personal Brand kennt.

Mein Eindruck ist, dass aktuell jedem Arbeitnehmer, Unternehmer oder Selbstständigen, gerade auf LinkedIn und in vielen Podcasts, gepredigt wird er müsse eine Personal Brand sein. Sich also eine klare Positionierung erarbeiten, eine Sichtbarkeit verschaffen und unterhaltsamen wie informativen Content teilen. Personal Branding scheint also für jeden relevant zu sein. Jedenfalls für jeden in unserer Marketing-Bubble.

Als Grund dafür wird angegeben, dass Menschen nunmal am liebsten Menschen folgen. Und zwar den Menschen, die sie greifen können. Von denen sie wissen, wofür diese stehen und ihr Thema interessant finden. Wer also sichtbar wird, regelmäßig Content erstellt und konsequent für ein Thema steht, der wird sich nach und nach ein Netzwerk aufbauen. Und in diesem Netzwerk werden sich genau die Menschen befinden, die das besetzte Thema interessant finden. Sehr wertvoll.

Diese Menschen werden anfangen, den Absender des Contents als Expert:in wahrzunehmen. Und jetzt wird’s richtig interessant. Denn dieser Experten-Status verschafft Vertrauen, bringt Reichweite und öffnet oftmals richtig spannende, neue Türen.

Vorbilder im Personal Branding

Dass dieser Expertenstatus zu großen, spannenden Projekten, neuen Karrieren und einzigartigen Chancen führen kann, zeigen diverse Vorbilder. Ein solches Vorbild ist Ann-Katrin Schmitz, die 2019 den Podcast „Baby got Business“ startete. Damals arbeitete sie schon viele Jahre mit Influencerin Farina Opoku (bekannt als Novalanalove) zusammen und managte deren Karriere. Doch erst durch Schmitz Schritt in die eigene Sichtbarkeit wurde sie richtig bekannt und zur viel gefragten Expertin mit heute über 32k Followern auf LinkedIn.

Es folgten Auftritte bei großen, namenhaften Veranstaltungen, diverse Artikel über sie in wichtigen Branchenpublikationen, spannende Podcast-Interviews mit bekannten Gästen und zuletzt eine eigene Taschen-Kollektion mit dem Premium-Label Maison Heroine.

Wer sich also traut sich zu zeigen, für etwas zu stehen (bei Ann-Katrin Schmitz ist es das Thema „Influencer Marketing“, für dass sie konsequent als Expertin spricht und angefragt wird), der wird für seinen Mut belohnt. Und der erarbeitet sich einmalige Chancen.

Hast Du Lust bekommen darüber nachzudenken, für welches Thema Du sprechen könntest? Wie Deine Stimme auf Social Media klingen könnte? Dann hören wir doch am besten einmal, welche ersten Schritte ins Personal Branding Ann-Katrin rät.

Die ersten Schritte ins Personal Branding

Im #30xFriends-Podcast Folge 5 mit Gast Ann-Katrin Schmitz habe ich einen klugen Ansatz gehört, mit Hilfe dessen jeder auf recht einfache Art und Weise herausfinden kann, wofür er als Personal Brand stehen möchte. Im Interview mit Karim C. und Stephanie Tönjes hat Ann-Katrin nämlich ihre Methode verraten, mit der sie in ihren Workshops (sie wird, Influencer Marketing-Expertin für die sie nun mal durch ihr Personal Branding wahrgenommen wird, von Unternehmen und Konzernen als Speakerin und Workshop-Leiterin gebucht) die Teilnehmer an das Thema Personal Branding heranführt.

Annis Tipp: Nimm Dir ein Blatt Papier und teile es in vier Felder, in die Du im Uhrzeigersinn reinschreibst:

1. Themen, die mich interessieren
2. Themen, mit denen mich andere assoziieren
3. Dafür bin ich bereits Expertin
4. Darüber spricht die Zielgruppe, die ich erreichen möchte

Und mit dieser Vorarbeit beantwortest Du die drei in den Slides aufgeführten Fragen und hast einen guten ersten Schritt in Richtung Personal Branding getan.

Finde Deine Stimme auf Social Media

Wie es danach für Dich als Personal Brand weitergeht

Wichtiger Hinweis: Eine Personal Brand ist nichts, was jemals fertig wird. Vielmehr entwickelt sich unsere Personal Brand mit jeder einzelnen unsere Erfahrungen, Erlebnisse und Erkenntnisse. Es ist also ratsam, sich von Zeit zu Zeit hinzusetzen und zu überlegen: stehe ich wirklich noch für dieses eine Thema? Oder habe ich mich verändert? Hat sich meine Zielgruppe gewandelt? Möchte ich mich in eine andere Richtung entwickeln? Es bleibt im Personal Branding also immer spannend.

Da Personal Branding, nicht zuletzt seit der Corona Krise und dem Wegfall von Netzwerkveranstaltungen und Kaffeeküchenmomenten, immer wichtiger wird und immer mehr Menschen sich fragen, wofür sie genau stehen und wahrgenommen werden möchten, gibt es viele Coaches etc. die sich dieses Thema auf die Fahne geschrieben haben.

Besonders charmant macht dies in meinen Augen Verena Bender, die mir über ihren Podcast „Be your Brand“ aufgefallen ist. Dort interviewt sie wirklich spannende, namenhafte Gäste aus der Marketing- und Medienwelt und fragt sie, wie diese zu einer Personal Brand wurden. Spoiler: sehr viele hatten keinen Plan und sehen sich auch heute nicht als Personal Brand. Der ganze Prozess muss also gar nicht so verkopft ablaufen, um am Ende erfolgreich zu sein.

Noch ein Tipp für alle, die nicht viel mit Podcasts anfangen können: auf ihrer Website bietet Verena Bender ein kostenfreies eBook an, indem sie die „5 Schritte in die Sichtbarkeit“ verrät. Auch dies kann für den Start ins Thema Personal Branding ein hilfreicher Begleiter sein.

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